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Unsere Schließzeiten 2017

 

Unsere Schließzeiten 2017 finden Sie hier

 

Piraten entern DRK Kita Lummerland

Naturwissenschaftliche Piratenausbildung: Emilia und Moritz testen, welche Gegenstände schwimmen.
Geheimnisvolle Schatzkarte: Von der Kita bis zur Ampel und dann rechts …
Erfolgreiche Piratenmannschaft: Angeführt von Kapitän Kai (hinten) haben Angelina (von links), Laura, Joyce, Emil, Philip, Emilia, Ajay und Moritz den Schatz gefunden.

Was liegt eigentlich näher, als sich in einer Kita, die nach dem Kinderbuchklassiker „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ von Michael Ende den Namen „Lummerland“ trägt, mit dem Piratenleben zu beschäftigen? „Nicht viel“ wird sich wohl Projektleiter Kai Schuricht gedacht haben, als er für sechs Wochen das Oberkommando über eine Horde von Piratenkindern der Wilden 13 übernahm. So heißt passenderweise die Gruppe der zwei- bis sechsjährigen Kinder in der Kita. Ähnlich wie die gefährliche Piratenbande in der Geschichte waren es im Piratenprojekt keine 13, sondern 10 Kinder im Alter ab vier Jahren, die dort alles lernten, was ein echter Seeräuber wissen muss.

Zunächst einmal bastelte der Piratennachwuchs die erforderliche Ausrüstung: Piratenhut und Augenklappe gehören unbedingt dazu, um piratenmäßig wild auszusehen. Für das übrig gebliebene Auge musste auch noch ein Fernrohr her, mit dem die hochmotivierten kleinen Seeräuber vom Ausguck ihres Piratenschiffs aus reiche Beute erspähen wollten. Bei einem Ausflug in die Heeper Stadtteilbibliothek erfuhr die Mannschaft, was der gebildete Pirat heutzutage alles wissen muss. Ausgestattet mit reichlich Fachliteratur und einer CD zum Thema ging es zurück in die Kita. Schnell gehörte das gesammelte Wissen darüber, wie man Schatzkarten zeichnet, über die Meere segelt, Piratenschätze teilt, auf fliegenden Teppichen fliegt oder Flaschengeister bezähmt, zum Alltag der Piraten-Azubis.

Nach so viel Futter fürs Gehirn begann das Trainingslager in der Turnhalle. Dort wurde die Sprossenwand erklommen, um die kleinen Seeräuber fit für die spätere Klettertour ins Krähennest zu machen. Wer ein Schiff entern will, muss an Tauen hochklettern können und sich trauen, zur Not auch wieder ins Wasser zu springen. Mit Seilen, Bänken und Matten wurden die verschiedenen Szenarien nachgespielt und die Kinder auf die körperlichen Anforderungen an das Piratenleben vorbereitet. Dass es einer kompletten Mannschaft leichter fällt, ein Schiff zu entern, war den kleinen Piratenprofis schnell klar und so übten sie fleißig, Aufgaben als Team zu bewältigen und niemanden zurückzulassen. Ein Training, das sich im Hinblick auf den Höhepunkt des Projektes noch als sehr nützlich erweisen sollte. Doch dazu später mehr.

Naturwissenschaftliches Wissen gehört heutzutage zu den Grundlagen der modernen Piratenschule. An verschiedenen Forscherstationen fanden die Mini-Piraten heraus, warum einige Gegenstände schwimmen und andere nicht und dass ein schweres Schiff nicht untergeht, weil es innen hohl ist. Nach sechs Wochen Intensivausbildung war es dann endlich soweit: Bestens vorbereitet ging es für die Piratenbande auf Schatzsuche. Gemeinsam mussten die Kinder ihr erworbenes Piratenwissen unter Beweis stellen und zeigen, dass sie als komplette Mannschaft in der Lage sind, eine Brücke zu überwinden. Als Lohn für die mit Bravour bewältigten Aufgaben winkte der fehlende Teil der Schatzkarte. Das war ein Jubel, als die Piraten die Schatztruhe gefüllt mit Golddublonen und Schokolade - yoho! - auf dem Piratenschiff auf dem Spielplatz am Ölteich fanden!

Gefragt nach dem schönsten Erlebnis fällt Piratenkapitän Kai die Auswahl schwer. Der Höhepunkt sei für die Kinder sicher die Schatzsuche gewesen, erzählt er. „Die Kinder haben viel gelernt, besonders, als Mannschaft zusammenzuarbeiten“. Der Spaß an der Sache und die genseitige Wertschätzung seien während des gesamten Projektes zu spüren gewesen. „Jedes Mitglied der Piratenmannschaft ist nämlich wichtig, um am Ende den Schatz zu finden“.

„Kommt, wir woll'n Laterne laufen“


DRK Kita Lummerland rund 80 Kinder, Eltern, Großeltern und das Lummerland-Team durch Heepen zogen. Am traditionellen Treffpunkt im Park neben der Einrichtung ging´s los. Angeführt von Erzieherin Daniela Wöhle, die die kleinen und großen Sänger auf ihrer Gitarre begleitete, setzte sich die Gruppe Richtung Amtsplatz in Bewegung. Ob „Kommt, wir wolln Laterne laufen“, „Abends, wenn es dunkel wird“ oder „Durch die Straßen auf und nieder“ – die Laternenlieder brachten Klein und Groß auf ihrem Weg durch das Dorf schnell in festliche Stimmung.

Viel zu schnell war der Laternenumzug zu Ende. Die Kinder ließen sich die zur Belohnung fürs Singen beim Pflegedienst des Deutschen Roten Kreuz (DRK) verteilten Süßigkeiten schmecken, wie es sich beim Laternenlaufen gehört. Damit schufen sie zudem die ideale Grundlage für Hot Dogs, Stutenkerle, Brezeln und Punsch, mit denen sich alle zum Abschluss im Kita-Garten stärken konnten. Das kulinarische Angebot entsprach offensichtlich voll den Erwartungen. „Am besten haben mir die Hot Dogs gefallen“, erzählte Angelina (5) zufrieden, nachdem sie die letzten Bissen vertilgt hatte. 

 „Super, dass das Wetter mitgespielt hat“, freute sich Kita-Leiterin Christina Grabow über die gelungene Veranstaltung. „Vor allem aber sind wir dankbar für die vielen Helfer, die dieses traditionelle Fest erst möglich machen“. Neben dem Kita-Team dürfen sich hier besonders die Eltern angesprochen fühlen, die die Brötchen und Stutenkerle besorgten und beim Verkauf nach Kräften mithalfen. Ein besonderer Dank gilt auch der Polizei Heepen  für das sichere Geleit während des Umzuges.

DRK trauert um Paul Lindsay

Immer mittendrin: Bei seinen Kinderkonzerten begeisterte Paul Lindsay temperamentvoll und mit immer neuen Liedern kleine und große Early-English-Fans.

Der Kreisverband Bielefeld des Deutschen Roten Kreuz (DRK) trauert um Paul Lindsay. Der aus Belfast stammende Liedermacher, Komponist, Sänger, Musik- und Englischlehrer ist im Alter von 63 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. „Wir trauern um einen großartigen und charismatischen Menschen, der es wie kein zweiter verstanden hat, Klein und Groß für die englische Sprache zu begeistern. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und seiner Familie“, sagt DRK Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus.

Lindsay entwickelte das Early English Programm, an dem seit 2009  rund 450 Kinder aus allen Bielefelder DRK Kitas teilnehmen. Bundesweit sind es mehr als 5.000 Kinder im letzten Kindergartenjahr, die spielerisch und mit viel Spaß Lieder und erste Redewendungen in englischer Sprache lernen. „English is easy, English is fun“ – der Musiker lebte diesen Leitsatz, dem er auch eines seiner ersten Lieder widmete. Jährlich traf er sich mit den Verantwortlichen in den Kitas – stets dabei seine Gitarre. Bei diesen sogenannten „Brush ups“ griff der Ire neue Ideen, Spiele und Lieder der Erzieherinnen und Erzieher auf und entwickelte diese gemeinsam weiter. „Manchmal haben wir sogar neue Lieder getextet und komponiert“, erzählt Projektleiterin Marita Gelbe-Kruse. „Die Begegnungen mit Paul waren immer inspirierend, einfach großartig“.

Seit 2013 besuchen die angehenden Schulkinder aller DRK Kitas als Höhepunkt und Abschluss des Early English Kurses das Annie und Alex-Musical.  Erzählt wird dabei die spannende Geschichte von Annie und Alex, die bei ihrer Reise durch das Rainbow Land viele Abenteuer erleben und stets die für die Kinder längst vertrauten Lieder im Gepäck haben. In den Jahren 2014 und 2015 gab Lindsay erstmals Kinderkonzerte vor allen kleinen Teilnehmern des Early English Programms. Zuletzt stellte er dort seine neueren, rockigen Lieder vor „weil die Eltern immer dabei sind, wenn die Kinder zu Hause Early English Songs hören“, erzählte Lindsay. In sein letztes Album ließ der sympathische Musiker auch musikalische Elemente der Beatles, von Led Zeppelin oder Elvis Presley einfließen.

Lindsay hinterlässt als Mensch eine große Lücke. Gelbe-Kruses letzter Wunsch gilt aber besonders dem leidenschaftlichen Musiker: „Vielleicht sitzt Paul ja jetzt gerade zwischen David Bowie und Leonard Cohen und genießt einfach die gute Musik“.

Tschüss, Kita! Schule, wir kommen!

von links nach rechts: Mathilda, Felix, Lyra und Rojda | Auf zur Nachwanderung. Lyra bittet Felix noch schnell die Taschenlampe zu checken.

Als Höhepunkt und Abschluss des Schulkinderkurses haben die zukünftigen Schulkinder das traditionelle Übernachtungsfest in der DRK Kita Lummerland gefeiert. Ausgestattet mit Schlafanzug, Kuscheltier und Taschenlampe sowie einer großen Portion Vorfreude und Abenteuerlust  wurden die Vorschulkinder von ihren Eltern in die Kita gebracht.

Eine Nacht im Kindergarten – welch ein Erlebnis! Über Jahre haben die Mädchen und Jungen dort viel gelacht, gespielt und neue Freunde kennengelernt: Aber nur am Tag! Wie sehen die vertrauten Räume wohl in der Nacht aus? Einige Kinder waren ganz aufgeregt, weil sie zum ersten Mal außerhalb ihres Elternhauses übernachteten. Für andere dagegen war es einfach mal cool, nicht im eigenen Bett zu schlafen.

Aufgeregt und fröhlich wuselten die Übernachtungsgäste über die Flure, um die Schlaflager aufzubauen. Wo schlafe ich? Wer schläft neben mir? Schnell konnten wir alle Wünsche zur Zufriedenheit erfüllen. Mit leckerem Abendessen - Pizza, Pommes, Nuggets und Rohkost - im Bauch ließ es sich gleich doppelt so gut weiterspielen. Der Nachtisch wartete in der Heeper Eisdiele auf die kleinen Leckermäuler. Also die Regenschirme aufgespannt – ohne die ging es bei diesem Übernachtungsfest gar nicht – und losgestiefelt.

Zurück in der Kita durfte erst einmal ausgiebig gespielt werden, dann hieß es Umziehen für die Nachtwanderung. Unsere Freunde, die Regenschirme, waren auch hier ein unbedingtes Muss. Das störte aber niemanden und die Stimmung war prima. Nach unserer Rückkehr wurde es Zeit für die Pyjama-Party. Es wurden Geschichten erzählt und nach und nach schliefen die Kinder friedlich ein. Am nächsten Morgen brachten die Eltern ein leckeres Frühstück mit. Noch einmal wurde gemeinsam geschlemmt, gelacht, gespielt und gesungen. Dann konnten wir die müden, aber hochzufriedenen Vorschulkinder ins Wochenende entlassen. Nach den Sommerferien beginnt für sie ein neuer Lebensabschnitt in der Grundschule. Wir wünschen allen einen guten Start in die Schule und freuen uns über die schöne Zeit, die wir miteinander verbracht haben.

Die „Wilde 13“ auf Schatzsuche in den Heeper Fichten

Eispause am Ziel: Jetzt kann´s losgehen!
Schatzsuche: Bei der Schnitzeljagd waren Köpfchen und Teamgeist gefragt.

Zum Abschluss des Kindergarten-Jahres haben Mädchen und Jungen der „Wilde 13“-Gruppe der DRK Kita Lummerland den Spielplatz an den Heeper Fichten besucht. Ausgestattet mit bunten Warnwesten machten sich 17 Kinder mit ihren Erziehern mit dem Bus auf den Weg. Am Ziel angekommen gab es erst einmal eine Eispause – mussten sich doch die kleinen Abenteurer von der gut fünfminütigen Busfahrt erst einmal erholen.

Dort wurden sie von Margareta Ehrenberg und Katharina Ilin in Empfang genommen. Die beiden Mütter organisierten eine Schnitzeljagd, die die Eltern für die Kinder vorbereitet hatten. Als Belohnung für jede gelöste Aufgabe winkte der Wilde 13 ein Teil der Schatzkarte, die den geheimnisvollen „Lummerland-Schatz“ markierte. Auf dem Spielplatz an den Heeper Fichten wurde dieser schnell gefunden und jedes Kind konnte als Anteil eine Tüte Süßigkeiten, Seifenblasen und Aufklebern für sich verbuchen.

Nach so viel Aufregung entspannten sich die Mädchen und Jungen beim Toben auf dem Spielplatz. Währenddessen richteten die mittlerweile angereisten Eltern ein köstliches Picknick her, bei dem sich Groß und Klein stärkten. Mit gemeinsamen Spielen wie Tauziehen und Wettlaufen ging dieser schöne Tag, an den sich alle gerne zurück erinnern werden, zu Ende. Wir danken allen Eltern, die mit ihrem Engagement und leckerem Essen zum Gelingen beigetragen haben!

Die „Scheinriesen“ erobern Olderdissen

Entspanntes Picknick für die Großen und kleine Pause für die Kleinen am Rande des Spielplatzes.
Einmal durchrütteln bitte: Yevgeniy Volkov (von links) sorgt für das richtige Gelände-Gefühl. Diana, Amalia und Maximilian freut´s.
Streichelzoo: Erzieherin Jennifer Kirchhoff (von links), Liska, Erzieherin Daniela Wöhle und Emily haben beim Ziegenfüttern alle Hände voll zu tun.

Gemeinsam mit Eltern und Erzieherinnen haben die Kleinsten der DRK Kita Lummerland den Tierpark Olderdissen besucht. Als vorgezogenen Gruppenabschluss am Ende des Kita-Jahres gab es bei herrlichem Sonnenschein ein leckeres Picknick für die unter Dreijährigen und ihre Familien.

Nach einer kleinen Frühstückspause an der frischen Luft begann das Abenteuer für die kleinen Entdecker. Die Scheinriesen eroberten den Spielplatz, während die Eltern entspannt plauderten oder gemeinsam mit ihrem Nachwuchs spielten. Ein großer Kletterturm, Wippen und Wipptiere, Rutschen, Schaukeln und der Sandkasten – hier wurde wirklich alles geboten, was das Kinderherz begehrt. Ein besonder Höhepunkt für die kleinen Tierparkbesucher war der Wasserspielplatz und natürlich der Streichelzoo, wo die Ziegen gefüttert wurden ausgiebige Streicheleinheiten der Kinder genossen.

Im Anschluss an einen tollen Vormittag erkundeten die Eltern mit ihren Kindern auf eigene Faust den Tierpark und fuhren erfüllt von schönen Erlebnissen mit ihren hundemüden Kindern nach Hause.

Der Tierpark wird jährlich von mehr als eine Million Menschen besucht und zählt laut Handelsblatt zu den Top Ten der 100 beliebtesten deutschen Zoos. Über 450 heimische Tiere machen Olderdissen zum beliebten Ausflugsziel für Familien mit Kindern. Der Park ist ganzjährig geöffnet, der Eintritt ist frei.

Auf Entdeckungstour durch das Polizeipräsidium

Ausflug ins Polizeipräsidium: Angelina (vorne, von links), Ajay, Philip, Lyra, Rojda, Mathilda, Emilia, Felix, Christian Köster, Meike Verrace (beide DRK), Frank Fasse und Elisa Mayer (DRK)
Frank Fasse zeigt, was sich in den zahlreichen Taschen an seinem Polizeigürtel verbirgt.
Gewahrsamszelle im Polizeigefängnis: Für Ajay (von links), Mathilda und Lyra ist das ein großer Spaß.

Gebannt hängen die Kinder an den Lippen von Frank Fasse. Der Polizeihauptkommissar hat seinen Polizeigürtel abgenommen und zeigt, was ein Polizist alles mit sich herumträgt. Was sich in den Taschen verbirgt, wissen die Mädchen und Jungen zum Teil schon genau: Pistole, Funkgerät, Handschellen. Aber es gibt noch viel mehr zu sehen: Ein Taschenmesser, ein Magazin mit Ersatzmunition, Tränengas und eine Taschenlampe. „Das alles wiegt gut und gerne zwei bis drei Kilo, dazu kommt dann noch die Schutzweste“, erklärt Fasse. „Da muss man körperlich fit sein“. In dieser spielerischen Art bringt der Polizist den Kindern der beiden letzten Kindergartenjahre des DRK Kita Lummerland bei, was die Polizei so alles macht. Das ist spannend für die Kinder und wichtig für die Polizei. So sollen Ängste abgebaut und Hemmschwellen überwunden werden.

Einen ersten Höhepunkt erleben die Mädchen und Jungen auf ihrer Entdeckungstour durch das Polizeipräsidium im Polizeigefängnis. Erst schauen die kleinen Besucher einen Zellenwagen an, mit dem Verhaftete sicher von A nach B gefahren werden. Dann öffnen sich die Türen zum Hochsicherheitstrakt. Mit einem Sirren schließt sich die äußere Tür und die Kinder sind in der Schleuse eingeschlossen. Es dauert nur einen kurzen Moment, dann kann die Gruppe durch die geöffnete Innentür das Polizeigefängnis betreten. „Aus Sicherheitsgründen gehen die Türen immer nur hintereinander auf“, sagt Fasse. Er deutet auf Kameras und Bildschirme und erklärt den staunenden Kindern, dass der gesamte Bereich videoüberwacht ist.

Hans-Joachim Ricke übernimmt die Führung durch den Zellentrakt. Der Hauptkommissar ist einer von 1.000 Mitarbeitern, die im Polizeipräsidium ihren Dienst verrichten.  Geduldig erklärt er den Kindern, dass zunächst die Personalien der in Gewahrsam genommen Personen erfasst werden. Danach werden sie mit einem Metalldetektor auf Waffen untersucht, der piept und quietscht auch bei den Kindern. Die ganz Mutigen lassen sich sogar in einige Gewahrsamszellen einschließen. Diese sind gefliest, verfügen über eine Hocktoilette und manchmal über eine dünne Matte zum Schlafen.

Aufgrund von Alkohol- und Drogendelikten oder Körperverletzung werden hier bis zu 2.500 Personen im Jahr in Gewahrsam genommen, maximal 40 am Tag. „Da passt ja die ganze Kita Lummerland rein“, staunen die Kinder. 

Weiter geht es in die Einsatzleitstelle. Udo Krüger ist hier der Chef. Dass er „ein ganz hohes Tier“ ist, kann man an den fünf silbernen Sternen auf seinen Schulterklappen erkennen. Ganz leise sind die Mädchen und Jungen, denn die Beamten in der Einsatzleitstelle müssen vor vielen Bildschirmen hochkonzentriert ihre Arbeit verrichten. „Ob Unfall oder Diebstahl: Immer, wenn jemand die 110 wählt, kommt der Anruf hier an“, erklärt der erste Polizeihauptkommissar. Bis zu 300 Einsätze werden hier täglich koordiniert, durchschnittlich 92.000 im Jahr.

Auf einmal wird es ernst. Mit dem Satz „Wir haben etwas Dickes auf der Autobahn“ wird Krüger von einer Mitarbeiterin in die Leitstelle gerufen. Jetzt sind schnelle Entscheidungen gefragt, die Krügers ganze Aufmerksamkeit erfordern. Wenig später kehrt er zu der Gruppe zurück: „Zwei Autos waren auf der Autobahn zusammen gestoßen“, erklärt er. Er ließ die Autobahn sperren, orderte zwei Abschleppwagen, benachrichtigte den Verkehrsfunk und übergab der Autobahnpolizei die Überwachung. Aber zum Glück war nichts Schlimmeres passiert. Noch schnell einen echten Streifenwagen angefunkt, dann geht ein aufregender Vormittag, den die Kinder so schnell nicht vergessen werden, zu Ende.

Lummerland-Kinder gärtnern im Hochbeet

Eric (links) und Amalia haben sich offensichtlich viel vorgenommen.
Roland Fojt (links) und Yevgeniy Volkov legen letzte Hand beim Pflanzkasten für das Hochbeet an.
Damit die Weidenhecke auch angeht, werden sie von Diana, Inna Mesmer und Eric gut angegossen.

Erbsen und Bohnen wachsen nicht der Dose oder Tiefkühltruhe. Was scheinbar selbstverständlich ist, müssen Kinder erst lernen. Die Kinder der DRK Kita Lummerland können jetzt in ihrem eigenen Garten verfolgen, dass Lebensmittel nicht einfach so in die Supermärkte kommen, sondern Zeit und Pflege brauchen, um zu wachsen.

Mit tatkräftiger Unterstützung der Eltern wurde ein Hochbeet errichtet, das die Kinder zukünftig selbst pflegen sollen. Zudem wurde ein Blumenbeet mit Sonnen- und Ringelblumen angelegt, Obstbüsche zum Naschen sowie Erbsen und Bohnen gepflanzt. Blumenerde und Rindenmulch für die Beete spendeten die Eltern, die Erde für das Hochbeet Michael Stehle. Unter seiner fachkundiger Anleitung wurde es von den Kinder befüllt. Dann bestückten die Kinder die Pflanzkasten mit Kohlrabi, Radieschen und Kräutern.

Die ersten Erdbeeren konnten von den Mädchen und Jungen bereits geerntet werden. „Schnelle Erfolge sind wichtig“, sagt Kita-Leiterin Christina Grabow. Sie erhöhten die Motivation der kleinen Gärtner. Die ist nach dem erfolgreichen Start riesig. „Die Kinder können es kaum erwarten, bis im Herbst die Heidelbeeren reif sind“. Und selbstgemachter, leckerer Tee schmecke allen ohnehin am besten.

“Richtig toll” resümierte Grabow nicht nur das Ergebnis der Arbeiten, sondern auch das große Engagement der Eltern. Bei der Pflanzung, Pflege und Ernte werden die Kinder von den Erziehern unterstützt. „Das ganze Team spielt mit, nur daher funktioniert es“. Pflanzen und Ernten hätten einen positiven und direkten Einfluss auf die Entwicklung der Kinder. „Gartenarbeit ist Lernen mit allen Sinnen, fördert das Problemlöseverhalten und das logische Denken“. Zudem präge die Erfahrung, etwas Essbares selbst angebaut zu haben, die Ernährungsgewohnheiten der Kinder.

Zu jung gibt es nicht: Lummerland-Kinder lernen Erste Hilfe

„Hallo, geht es Dir gut?“: Um zu erfahren, ob Angelina (links) nicht nur gemütlich auf der Wiese liegt, spricht Emilia sie an.
Wichtig ist, das der Kopf richtig liegt, damit der Bewusstlose Luft bekommt. Ajay (rechts) übt mit Rojda.
Elisa Meyer (hinten, von links), Petra Dommasch und Christina Grabow haben den frisch gebackenen Nachwuchsersthelfern ihre Urkunden überreicht.

Ajay liegt auf dem Boden und rührt sich nicht. Die Augen hat der Vier-jährige fest zusammengekniffen, schließlich muss er überzeugend einen Bewusstlosen spielen. Felix findet, dass das eigentlich ganz gemütlich aussieht. Lyra rüttelt ihn sanft an der Schulter. „Hast du dich verletzt?“, fragt sie. Keine Antwort. Für die Kinder der DRK Kita Lummerland ein klarer Fall: Ajay braucht Hilfe.

Wie man sich im Notfall richtig verhält und auf was man bei Erster Hilfe achten muss, das haben die Kinder im Schnupperkurs gelernt. „Wo Erwachsene noch überlegen, haben Kinder schon längst angefangen“, sagt Kursleiterin Petra Dommasch vom DRK Bildungswerk. „Sie gehen unbefangen mit unbekannten Situationen um und helfen einfach gerne“. Deswegen sei es wichtig, diese natürliche Hilfsbereitschaft der Kinder zu stärken, damit sie im Ernstfall wissen, was zu tun ist. In der Kita Lummerland nehmen deswegen regelmäßig die vier- bis sechsjährigen Kinder der beiden letzten Jahrgänge an dem Erste Hilfe Kurs teil.

Für die kleinen Nachwuchsretter hat die fünfjährige Emilia die Aufgabe übernommen, Hilfe für den bewusstlosen Ajay zu holen. Im simulierten Gespräch mit der „Notrufzentrale“ erzählt sie, was passiert ist und unter welcher Adresse die Rettungshelfer Ajay finden können. Jetzt kommen Felix und Rojda im Krankenwagen angefahren. Petra Dommasch zeigt den Kindern, wie aus einer einfachen Decke eine Trage wird, mit der Ajay sicher in den Krankenwagen getragen werden kann. Also alles nochmal gut gegangen.

 

Aber was passiert eigentlich, wenn eine Person bewusstlos ist? „Die Menschen können sich nicht mehr bewegen, weil die Muskeln total schlapp sind“, erklärt Dommasch. „Besonders für die Zunge ist das richtig gefährlich“. Wie man in einer solchen Situation helfen und den Verletzten in die sogenannte „stabile Seitenlage“ bringen kann, lernen die Ersthelfer von morgen nun Schritt für Schritt: Den Verunglückten ansprechen, die Atmung überprüfen, die Arm- und Handlage vorbereiten, ein Bein anwinkeln, das Umlegen auf die Seite, den Kopf nach hinten überstrecken. Und natürlich den Notruf 112 wählen.

„Am besten, ihr übt das immer wieder, zum Beispiel beim Spielen, dann vergesst ihr das nicht so schnell“, empfiehlt die Expertin.

Schnell noch ein paar Verbände gewickelt und schon gehen zwei spannende Stunden ihrem Ende entgegen. Zum Abschluss des Kurses gab es für jedes Kind eine Urkunde. In der DRK Kita Lummerland ist der Erste Hilfe Kurs ein fester Bestandteil der Vorschulkindervorbereitung. Kita Leiterin Christina Grabow ist überzeugt: „Je früher die Kinder Erste Hilfe lernen, desto sicherer und selbstverständlicher helfen sie später“.

Auf der Baustelle ist was los

Kleine Profis: Wladimir Kühn (2. v. r.) hat Angelina, Philip, Joyce und Ajay gezeigt, mit welchen Werkzeugen Bauarbeiter arbeiten.
Müde und hungrig: Angelina und Joyce nutzen die Frühstückspause auf der Baustelle, um sich zu stärken.
Schaut mal, da oben: Jennifer Kirchhof (rechts) zeigt den Kindern einen Dachdecker.

Wer schon einmal mit einem Kind an einer Baustelle vorbei gegangen ist, weiß, wie fasziniert die Jüngsten von den lauten Geräuschen, allerlei sich drehenden Rädern und großen Maschinen sind. Auf einer Baustelle ist viel Spannendes zu entdecken, nur leider dürfen Kinder diese in der Regel nicht besichtigen. Eine Ausnahme machte Wladimir Kühn, Geschäftsführer der Kühn Bau GmbH aus Detmold. Er lud eine Projektgruppe der DRK Kita Lummerland auf eine Baustelle an der Herforder Straße ein.

Vor dem Rundgang mit Bauleiter Kühn erklärte Projektleiterin Meike Verace den quirligen Kindern, was man als Baustellen-Anfänger alles wissen muss. Wie die Profis mit Warnwesten und nagelneuen Kinderbauhelmen eingekleidet ging dann die Besichtigungstour durch das Erdgeschoss des Rohbaus los. Im zukünftigen Wohnzimmer wartete eine kleine Kinderbaustelle auf die Mädchen und Jungen. Geduldig erklärte Kühn den Nachwuchs-Handwerkern, wie die Steine auf den Speis gesetzt und mit der Wasserwaage durch leichte Schläge mit dem Gummihammer ausgerichtet werden.

Einen kleinen Staubhaufen funktionierte Kühn kurzerhand zum Anschauungsobjekt  um. Was er dort mache, wollte er von den Kindern wissen. „Einen Haufen machen“, schlug Philipp (4) vor. „Platt machen“, meinte Angelina (4). „Gerade ziehen“ heißt es im Fachjargon. Der Baustellenleiter hatte gleich das passende Werkzeug, eine Zahnkelle, parat und erklärte, dass diese von Fliesenlegern benutzt wird, um eine größere Menge Mörtel oder Klebstoff gleichmäßig auf den Untergrund aufzutragen.

Einen Nagel in eine Latte einzuschlagen fiel den Knirpsen gar nicht so leicht, mussten sie doch auf ihre Finger achten, die den Nagel hielten, und zwischendurch immer mal wieder den widerspenstigen Bauhelm richten, der bei so viel Einsatz immer mal wieder vom Kopf rutschte. Kühn zeigte den Kindern, dass der Zimmermannshammer einen Magnethalter hat, der hilft, den Nagel ganz ohne Gefahr für die Finger einzuschlagen.

Nach einem kräftigen Baustellenfrühstück für hungrige Handwerker ging ein spannender Vormittag zu Ende. Wie gut, dass Meike Verace noch zwei weitere spannende Projekttage geplant hat. Als Highlight des Projektes „Auf der Baustelle ist was los“ werden die kleinen Bauprofis mithilfe des erworbenen Wissens ein Schuhkartonhaus bauen, das ihnen künftig als Spielhaus dienen soll.

Mit den Allerkleinsten Karneval feiern - Familienfrühstück bei den Scheinriesen

Ganz schön bunt und ganz schön fröhlich: Pia Marie Johnson (DRK, von links), Elena Bischel mit Eric (2), Jennifer Kirchhof und Daniela Wöhle (beide DRK)

Ein fröhliches Karnevalsfrühstück haben Kinder, Eltern und Erzieherinnen der U 3 Gruppe „Die Scheinriesen“ gefeiert. Innerhalb von nur fünf Tagen setzte das Lummerland-Team den zu Rosenmontag von den Eltern spontan geäußerten Wunsch in die Tat um. Die Räume waren bunt geschmückt und bei Musik ließen es sich Kinder und Erwachsene richtig schmecken. Die Eltern hatten leckere Köstlichkeiten zum Schlemmer-Buffet beigetragen.

Passend zum Motto „Bunt“, war eine bunt angezogene, teilweise sogar verkleidete Gästeschar erschienen. Sogar ein tapferer Feuerwehrmann und eine fröhliche Biene waren gekommen. Kita-Leiterin Christina Grabow zeigte sich beeindruckt: „Ich finde es ganz schön mutig, dass einige unserer Allerkleinsten sogar richtig verkleidet waren“. Das sei in diesem Alter nicht selbstverständlich, da Verkleidungen die Kinder manchmal noch erschrecken könnten.

Die Kinder konnten sich schminken lassen, während sich die Eltern in entspannter Atmosphäre nett miteinander unterhielten. Es wurde gemeinsam gespielt und getanzt. Alle waren sich einig: Es war für alle großen und kleinen „Scheinriesen“ ein tolles Karnevalsfrühstück, das viel zu schnell wieder zu Ende ging.